Wie der Leuchtstab aus dem «Rambo 3»-Dialog, sendet auch der optische Sauerstoffsensor VISIFERM DO der Firma Hamilton Bonaduz blaues Licht aus. Hier enden allerdings die Gemeinsamkeiten. In Hamiltons optischem Sauerstoffsensor dient das blaue Licht zur Messung des Sauerstoffgehalts in Flüssigkeiten oder Gasen. Messprinzip ist, dass bestimmte Stoffe – sogenannte Luminophore – blaues Licht absorbieren und rotes Licht abstrahlen.
In der Visiferm DO wird das Luminophor von einer Reihe blauer Lichtpulse getroffen. Wenn das Luminophor in Kontakt mit Sauerstoff ist, sind die Maxima der abgestrahltenroten Lichtpulse um so näher an denen des blauen Lichtes, je höher der Sauerstoffdruck in der Messumgebung ist. Die blauen und roten Lichtpulse werden von einer Fotodiode registriert. Die Fotodiode erzeugt aus der Verschiebung der beiden Lichtpulse zueinander ein Signal, das ein Mass für den Sauerstoffpartialdruck in der Messumgebung darstellt.
Diese Messmethode ist verantwortlich für die Stärken des Sauerstoffsensors in der Praxis: Das Signal, das der Sensor erzeugt, ändert sich nicht, wenn sich das Luminophor abnutzt. Daher muss die Visiferm DO selten rekalibriert werden. Ausserdem verbraucht der Sensor selber keinen Sauerstoff bei der Messung. Das Gerät misst daher selbst in ruhenden Flüssigkeiten präzise. Das Luminophor weist keine Wechselwirkung mit CO2 und H2S auf, der Sensor kann also auch in schwierigen Anwendungen mit diesen Gasen verwendet werden. Aufgrund des optischen Messprinzips ist in der Visiferm DO kein Elektrolyt vorhanden. Daher kann ausgeflossener Elektrolyt aus einer gebrochenen Glaskathode keine Probleme bereiten. Eine weitere Stärke ist die robuste Membran, die Drücken bis zu 100 bar standhält. In bestehende Armaturen, Messgeräte oder auch speicherprogram-mierbare Steuerungen kann der Sensor problemlos eingebaut werden.



