Typen von Leitfähigkeitssensoren
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Typen von Leitfähigkeitssensoren:

- 2-Elektroden Sensoren weisen den einfachsten Aufbau auf und eignen sich für die Kontrolle von sauberen Lösungen. Verschmutzungen der Elektroden, z.B. durch Kalk, verfälschen den Messwert.
- 4-Elektroden Sensoren bestehen aus zwei Stromelektroden und zwei Spannungselektroden. Über die 2 Stromelektroden wird ein elektrischer Strom in die Lösung eingeprägt, und über die 2 Spannungselektroden wird die entsprechende Spannung gemessen, welche über der Messlösung abfällt. Der Spannungsabfall hängt von der Leitfähigkeit der Lösung ab. 4-Elektroden Sensoren haben aufgrund dieses Messprinzips eine deutlich breiteren linearen Messbereich und sind unempfindlich gegenüber Verschmutzung.
Einzigartige Linearität:
Eine Conducell 4USF-PG, die mit einem 1413 μS/cm-Standard kalibriert wurde, misst auch in Standards in deutlich anderen Leitfähigkeitsbereichen mit sehr geringer Abweichung.

Der Einfluss der Temperatur
Die Leitfähigkeit einer Lösung ist stark temperaturabhängig. Um Messergebnisse vergleichen zu können, müssen daher die Messwerte auf eine einheitliche Referenztemperatur von 25ºC bezogen werden. Unter dem Begriff Temperaturkompensation versteht man die Umrechnung der bei einer beliebigen Temperatur ermittelten Leitfähigkeit auf den Messwert bei25ºC. Die elektrische Leitfähigkeit der meisten wässrigen Lösungen ändert sich annähernd linear mit der Temperatur um etwa 2%/ºC. Die meisten Leitfähigkeitssensoren enthalten einen Temperaturfühler zur Kompensation der Temperatur. Bei einigen Messgeräten kann dieser Temperaturkoeffizient zusätzlich dem Messmedium angepasst werden.
Hygienisch:
Die flache Elektrodenanordnung einer 4-poligen HAMILTON-Leitfähigkeitszelle lässt sich gut reinigen. Eingebaut in einen HYGIENIC SOCKET™ (siehe Seite 38), wurde ihre Reinigbarkeit gemäss EHEDG-Kriterien von der TU München bestätigt (Test-Nr. 180 / 10.10.08).





