Bedeutung der Leitfähigkeit in der Prozesstechnik
Die Leitfähigkeit ist ein Mass für die gesamte Ionenkonzentration einer Messlösung. Je mehr Salze, Säuren oder Basen in der Messlösung anwesend sind, umso höher ist die Leitfähigkeit. Im Wasser und Abwasser handelt es sich vorwiegend um Ionen von gelösten Salzen. Die Leitfähigkeit lie-fert somit eine Aussage über die Salzbelastung im Abwasser oder Trinkwasser. Von grosser Bedeutung ist auch die Bestimmung des Salzgehaltes in Lebensmitteln.
Wie Leitfähigkeit von Flüssigkeiten entsteht
Messung der Leitfähigkeit
ält, desto grösser ist der zwischen den Elektroden fliessende Strom. Mit dem Ohm’schen Gesetz wird daraus die Leitfähigkeit berechnet. Die Einheit der elektrischen Leitfähigkeit ist S/cm.
1 S/cm = 1000 mS/cm
1 mS/cm = 1000 μS/cm
Die Zellenkonstante
Es existieren unzählige Typen von Leitfähigkeitssensoren, deren Messbereiche stark variieren.
Für die Kompensation der Geometrie der Leitfähigkeitszelle auf den Messwert dient die sogenannte Zellenkonstante:
Leitfähigkeit [S/cm] = Messwert [S] x Zellenkonstante [1/cm]
Die Zellenkonstante ist entweder bekannt oder wird mit Leitfähigkeitsstandards ermittelt. Vor der Messung muss die Zellenkonstante im Messgerät eingegeben werden.



